Herr Dr. Fellbrich

Interview

Das Interview mit dem Schulleiter Herrn Dr. Fellbrich

Das Interview führte Erik Heinemann Kl. 6d, am 15.12.2014, der in der AG „Schulhomepage“ arbeitet.

1.  Frage: Wann und wo wurden Sie geboren?

Antwort:   Ich wurde am 13. September 1972 in Dessau geboren. Meine Heimatstadt liegt im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt. Zum Zeitpunkt meiner Geburt gab es aber noch 2 deutsche Staaten. Ich wurde in der DDR geboren und verbrachte dort meine Jugend. Als ich im Jahr 1989 in die 11. Klasse kam, fiel die Mauer, die die beiden deutschen Staaten bis zu diesem Zeitpunkt trennte.

2.  Frage: Wie verlief Ihre Schulausbildung?

Antwort:   Ich bin im September 1979 eingeschult worden. Im Sommer 1989 habe ich dann die 10. Klasse erfolgreich absolviert und bin ab Herbst des gleichen Jahres an die Erweiterte Oberschule „Philanthropinum“ in meiner Heimatstadt Dessau gewechselt. Dies war die erste Schule eines neuen Bildungsweges, die im 18. Jahrhundert unter anderem durch die fortschrittlichen Pädagogen Basedow und Salzmann im damaligen Fürstentum Anhalt-Dessau gegründet wurde und an der viele Jahrzehnte lang fortschrittliche Gedanken im Bereich der Bildung in Deutschland entwickelt wurden. 1991 habe ich an dieser Schule mein Abitur abgelegt.

 

3.  Frage: Was haben Sie nach Ihrem Abitur gemacht? Was war Ihr Traumberuf?

Antwort:   Eigentlich wollte ich immer Lehrer werden, und zwar Lehrer für Biologie und Chemie. Auch für Mathematik und Physik habe ich mich immer begeistert. Für mich gibt es keine Trennung dieser Fächer, denn alle diese Fächer gehören irgendwie zusammen. Sie bilden für mich das Fach „Naturwissenschaften“. Auch für Geographie und Astronomie habe ich mich immer begeistert. Nach meinem Abitur war es aussichtslos, später Lehrer zu werden, da die Einstellungschancen sehr schlecht waren. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, 1992 den Studiengang „Diplom-Biochemie“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu beginnen. Dieses Studium habe ich 1997 erfolgreich mit meinem Diplom absolviert und im gleichen Jahr begonnen, weiter wissenschaftlich zu arbeiten; ich wurde Doktorand. 2001 habe ich dann meine Promotion abgeschlossen und wurde zum Doktor der Naturwissenschaften promoviert.

4. Frage: Und wie ging es dann weiter mit Ihnen?

Antwort:   Nach meiner Promotion bin ich dann an die Universität Ulm gewechselt und habe dort als Wissenschaftler im Bereich der Medizin gearbeitet. Dabei habe ich Studenten und Laboranten ausgebildet.

 5.  Frage: Und wieso sind Sie dann doch noch Lehrer geworden?

Antwort:   Während der Ausbildung der Laboranten und Studenten habe ich begriffen, dass ich nicht im hohen Elfenbeinturm der Wissenschaft arbeiten und forschen möchte, sondern viel lieber mit Lernenden zusammenarbeite. Als man dann im Jahr 2003 Naturwissenschaftler gesucht hat, die in der Schule unterrichten würden, habe ich mich um Einstellung in den Schuldienst beworben und wurde im Land Niedersachsen als Lehramtsanwärter eingestellt. Für mich war und ist es immer wichtig, dass ich mein Wissen an andere weitergebe, sie anstachle, Neues zu erkunden, sich weiterzuentwickeln. Dabei ist es mir insbesondere wichtig, dass ich Schülerinnen und Schülern Wege aufzeige, wie sie sich Wissen erschließen können und wie sie lernen können. Der große Naturwissenschaftler Albert Einstein hat einmal gesagt: „Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ Gerade dieser Satz passt in unsere Zeit, denn unsere Zeit ist so schnelllebig. Jeden Tag gibt es Neues, was zählt ist jedoch, dass man sein Wissen und seine Fähigkeiten anwenden kann, um zukünftig seinen Mann zu bestehen. Dies ist mir wichtig und dies möchte ich meinen Schülerinnen und Schülern vermitteln.

 

6. Frage: Wo waren Sie, bevor Sie an die KGS gekommen sind? Warum wollten Sie Schulleiter an der KGS Gieboldehausen werden?

Antwort:   Meine wissenschaftliche Karriere habe ich ja schon erzählt. Nachdem ich als sogenannter „Quereinsteiger“ in den Schuldienst eingestellt wurde, habe ich mein Referendariat am Studienseminar in Göttingen absolviert, von November 2003 bis März 2005. Meine erste Lehrerstelle habe ich dann im August 2005 an der KGS in Moringen angetreten. Dort habe ich auch in der Schulleitung mitgearbeitet. 2009 habe ich dann das Angebot wahrgenommen, eine neue Schule mitzugründen: die IGS Bovenden. 2010 wurde ich dort stellvertretender Schulleiter. Seit August 2014 bin ich nun Schulleiter der KGS Gieboldehausen.

Seit Beginn meiner Tätigkeit als Lehrer war es wichtig für mich, Schule mitzugestalten und zu entwickeln, euch Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zu geben, sich optimal zu entwickeln. Als ich das Angebot bekommen habe, an die KGS Gieboldehausen zu kommen, habe ich es mir als Aufgabe vorgenommen, diese Schule weiterzuentwickeln, so dass sie für euch alle Möglichkeiten gibt, sich zu entwickeln und zu lernen. Ich möchte diese Schule gemeinsam mit meinem Schulleitungsteam und den Kolleginnen und Kollegen so entwickeln, dass ihr gern zur Schule kommt, sehr gut für euer späteres Leben vorbereitet seid und euren persönlichen Weg findet, egal in welchem Schulzweig ihr momentan beheimatet seid und lernt. Wichtig ist es, das ihr mit den Fähigkeiten ausgestattet werdet, damit ihr in eurem späteren Leben klar kommt.

 

7. Frage: Was sind Ihre Hobbys?

Antwort:   Ich habe nicht besonders viel Freizeit, aber natürlich habe ich meine Hobbys. Ich lese sehr gerne, insbesondere Krimis (von Donna Leon), aber auch Bücher über geschichtliche Ereignisse. Weiterhin interessiere ich mich für Kunst und Architektur, insbesondere für die der Antike und der Renaissance. Ich reise gern, z. B. nach Italien, um mir dort das anzuschauen, was mich interessiert. Ein sehr großes Hobby von mir ist mein Garten, den ich jedes Jahr neu gestalte und umgestalte. Und dann freue ich mich immer, wenn ich Zeit habe, die ich gemeinsam mit meiner Frau und meinen beiden Söhne verbringen kann.

 

Vielen Dank für das Interview Herr Dr. Fellbrich.

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